Zu den Hauptinitiatoren gehörte die Jugendbewegung des 6. April, einer laut Eigendarstellung gänzlich unpolitischen Gruppierung, die hauptsächlich aus jungen und gut ausgebildeten Ägyptern besteht. Ihr erklärtes Ziel ist die Liebe zu ihrem Vaterland und der unbedingte Wunsch, es zu reformieren.Wer nun innerhalb dieser Bewegung die entsprechenden Fäden zog, ist schwer zu sagen, doch ist es als sicher anzusehen, dass der Erzbösewicht der Welt, die USA, garantiert mit von der Partie war. Nur zu gut passten die Vorgänge in Ägypten zu ihren eigenen Plänen. Diese Jugendbewegung rief zusammen mit der Gruppe We are all Khaled Said am 25.01.2011 zum Tag des Zorns auf.
Organisiert wurden die Proteste zu diesem Zeitpunkt noch über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und das Internet via E-Mail. Später wurden diese Netzwerke gesperrt, für einen kurzen Zeitraum sogar das ganze Internet abgeschaltet. Bestehen blieb nur der Dienst eines kleinen ISP, über den auch die ägyptischen Börsengeschäfte abgewickelt werden. Auch Mobilfunknetze und SMS funktionierten tageweise nicht. Doch auch trotz dieser Sperren gelangten Nachrichten und Bilder aus dem Land. Es wurde eben auf alte Modemverbindungen zurückgegriffen. Dennoch war es erschreckend, mit welcher Leichtigkeit staatliche Stellen Kommunikationsdienste einfach abschalten können. Nicht nur in Ägypten…
Die Revolution in Ägypten verbreitete sich wie ein Lauffeuer
Schon nach sehr kurzer Zeit griff die Revolution auch auf andere Teile der ägyptischen Bevölkerung über und erfasste schließlich das gesamte Land. Selbst Bewegungen, die sich sonst gegensätzlich gegenüber standen, vollzogen hier den Schulterschluss. Christen, Säkulare und Muslime sowie linke und rechte Gruppierungen, waren sich dieses Mal wirklich einig.
Was verwundert ist, dass die Muslimbruderschaft aus der Krise keinen Gewinn zu ziehen versucht. Die Gründe für die Zurückhaltung dürften jedoch eher religiöser als politischer Natur sein. Auch wenn junge Mitglieder dieser Bruderschaft an den Protesten teilnahmen.
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