Facebook und Co. spielen in Syrien eine eher untergeordnete Rolle. Es gibt zwar eine Facebook-Seite „Syrische Revolution 2011“, doch die wird von Leuten am Leben erhalten, die nicht selbst im Land leben. Selbst die Syrer bezeichnen manche Aufrufe, sich in bestimmten Städten zu Protesten zu versammeln, für gefährlichen Unsinn.
Die Leute, die dazu aufrufen, haben kein klares Bild von der brisanten Lage vor Ort. Ihre aus dem sicheren Ausland abgegebenen Aufrufe zum Aufstand können Menschenleben kosten. So wundert es auch nicht, dass den Aufrufen nur wenig Folge geleistet wird. Die wenigen Demonstranten, die doch erschienen, wurden von Anhängern Assads zusammengeschlagen und so von Protesten abgehalten.
Was in anderen Ländern, wie dem Iran, gut funktioniert hatte, läuft in Syrien nicht. Zu groß muss die Angst vor dem Regime sein.
Hatte das Regime Assad Anfang 06/2011 noch versucht, mit Telekommunikationssperren, sprich Internet, Telefon und Mobilfunknetze, dem wachsenden Widerstand aus der eigenen Bevölkerung Einhalt zu gebieten, so hatten sie wohl von Ägypten gelernt. Dort waren nach ähnlichen Maßnahmen zehntausende auf den Tahir-Platz geströmt. Mit bekanntem Ergebnis.
Kommentar hinterlassen