Archiv für den Tag: Mohammed Hussein Tantawi

Jan

10

2012

Opferanwälte fordern in Ägypten Todesstrafe für Mubarak

Abgelegt in Ägypten

Nach der Generalstaatsanwaltschaft Ägyptens fordern nun auch die Anwälte der Angehörigen von getöteten Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo die Todesstrafe für den früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak. Es wird die Todesstrafe durch den Strang gefordert.

Der leitende Opferanwalt Sameh Aschur machte in seinem Schlussplädoyer am Montag noch einmal deutlich, dass Husni Mubarak für den Tod von Hunderten von Demonstranten verantwortlich sei, die während der friedlichen Massenproteste auf dem Tahrir-Platz im Januar und Februar 2011 von Sicherheitskräften getötet wurden. Er selbst wurde vom ägyptischen Militär am 11. Februar 2011 nach diesen Massenprotesten zum Rücktritt gedrängt worden.

Ägyptens Präsident Husni Mubarak wusste von der Gewalt auf dem Tahrir-Platz

Insbesondere zwei Reden von Mubarak während der Proteste sollen die Beteiligung an den Übergriffen verdeutlichen. Auch der Beschluss der Regierung fünf Tage vor Beginn der Massenproteste, Mobilfunk- und Internetverbindungen zu sperren und zu kappen, sei ein Indiz für die Beteiligung der Regierung an der Tötung von insgesamt 846 Menschen durch Schlägertrupps und Polizisten auf dem Tahrir-Platz. Schlägertrupps der Regierung und Polizisten

Die ägyptische Generalstaatsanwalt fordert auch für Ex-Innenminister Habib el Adli und vier hochrangige Polizeioffiziere den Tod durch den Strang. Den Söhnen Mubaraks, Alaa und Gamal, wird unter anderem Korruption vorgeworfen. Ihnen drohen Haftstrafen von 15 bis 25 Jahren.

Vorsitzender des ägyptischen Militärrats hat gelogen

Ein anderer Opferanwalt warf dem Vorsitzenden des Militärrats, Mohammed Hussein Tantawi, und dem ehemaligen Vizepräsidenten Omar Suleiman wurde während der Schlussplädoyers vorgeworfen, in dem Prozess gelogen zu haben. Beide hatten im September unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor dem Gericht ausgesagt. Heute werden die Schlussplädoyers der Anwälte der Hinterbliebenen fortgesetzt.

Nov

22

2011

Freie Wahlen in Ägypten gefährdet

Abgelegt in Ägypten

Militär in Ägypten gegen Demonstranten

Scheinbar hat sich nichts geändert – zumindest die Bilder gleichen dem Beginn der Revolution in Ägypten. Tausende von Demonstranten auf dem Tharir-Platz in Kairo und gewaltsames Eingreifen von Polizei und Militär. Mehrere Tote – mehr als 30 Zivilisten und Demonstranen nur am vergangenen Wochenende – sind wieder zu beklagen. Massive Ausschreitungen – so schlimm wie in der Phase des Sturzes von Präsident Mubarak.

Amnesty International beklagt schlimmste Menschenrechtsverletzungen durch die Militärführung Ägyptens. Die Unterdrückung und Verfolgung von politischen Gegnern und Demonstranten stehe „in der Tradition der Unterdrückung der Mubarak-Ära“. (more…)