Sep

4

2011

Verlauf der Revolution in Syrien

Abgelegt in Syrien

Inzwischen wirft das Regime den USA vor, gezielt Destabilisierung im Land zu betreiben. So besuchte der amerikanische Botschafter Ford, die Stadt Hama genau in dem Augenblick, als dort eine Offensive des Militärs bevorstand.Sehr zur Verwunderung der Regierung Assad, die erstens von dem Besuch nichts gewusst haben wollte und sich zweitens sehr darüber gewundert hat, wie der Botschafter durch den Verteidigungsring der Aufständischen gelangt war. Die USA dementiert pflichtgemäß und behautete die syrische Regierung sei unterrichtet gewesen. Die Reise des Botschafters hatte dann auch Folgen für die Botschaft der USA, die von Anhängern Assads gestürmt wurde. Sie warfen Fenster ein und hissten syrische Flaggen. Mit Parolen wurde der Botschafter unmissverständlich aufgefordert, das Land zu verlassen. Am besten gestern.

Zur Verbesserung der politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern dürfte diese dumme oder sehr bewusste Handlung des Botschafters auch nicht gerade beigetragen haben.
Insgesamt sind die Beziehungen zwischen den USA und der syrischen Regierung seit geraumer Zeit nicht die Besten. Dass die Amerikaner sich nun auf Seiten der Opposition schlagen, ist nur logische Konsequenz.

Gibt es eine Lösung?
Vermutlich wird es die erst geben, wenn die Gruppe um Assad komplett zurückgetreten ist oder dazu gebracht wurde. Zumindest haben die vielen Proteste bewirkt, dass es zu Gesprächen zwischen Assad und Opposition gekommen ist. Wie diese letztendlich verlaufen, kann im Moment niemand sagen, doch es ist zu erwarten, dass die Opposition am Ende die Oberhand gewinnt. Auch wenn die wichtigsten Oppositionsführer nicht an dem Treffen teilnahmen und es im Moment auch innerhalb dieser zu Spannungen gekommen ist.

Bei einem Treffen aller Oppositionsführer in der Türkei, an dem auch Hillary Clinton teilnahm, gab es auf jeden Fall mehr Streit als Einigkeit.

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